Opa (Stiefvater mütterlicher Seits)
In Gedenken an meinen Opa 1910 - 1987
Über den militärischen Werdegang ist so gut wie nichts bekannt. Der Überlieferung nach war zuletzt in Frankreich bei einer V 1 Einheit eingesetzt, wurde dort eingekesselt und kam in französische Gefangenschaft. Die Franzosen haben ihr Kriegsgefangenen schlecht behandelt. Auf der Fahrt ins Lager in offenen Wagons wurden die Gefangen mit Steinen beworfen oder es wurde von Brücken auf sie gepinkelt. Sie wurden schlecht versorgt und mussten hungern. Mein erzählte mir mal, dass sie froh waren, wenn sie wenigstens mal einen Dachhasen fangen konnten, der dann gleich in Suppe kam.
Da die Verpflegung in den Arbeitskommandos besser war, hat er sich freiwillig zu Räumen von Minen gemeldet oder zum Abholen von Bäumen. Dadurch verlor in Gefangenschaft 3 Finger, als die Lageklappe eines LKW auf sie fiel. Zu Beginn des Krieges war er wohl in der Marine und anscheinend bei der Artillerie zur Verteidigung der U-Boot Bunker in Lorient eingesetzt. Dort erhielt er einen Lungensteckschuss. Ich forsche gerade nach weiteren Details. Es gibt noch Akten über die Zeit bei der Marine und auch wohl noch Unterlagen aus der Kriegsgefangenschaft. Diese habe ich angefordert und bin gespannt, ob dort neue Erkenntnisse zu finden sind.
